MENÜ

Inspiration für den Badegenuss

Schaumbäder, Ölbäder oder doch einfach nur pure Erfrischung: Es gibt viele Möglichkeiten ein Bad in eine Erlebniswelt zu verwandeln. Gerade, wenn der kühle Herbst die letzten warmen Sommertage ablöst, besinnt man sich zurück auf die eigenen vier Wände. Statt Baggerseen, Pools oder dem Meer rückt nun die heimische Badewanne ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

Die Lücke, die der Sommer zurückgelassen hat, gilt es mit Wärme zu füllen. Mit den sinkenden Temperaturen steigt das Bedürfnis nach Entspannung und Sinnlichkeit. Badezusätze gibt es für nahezu jede Tagesform. Wer etwas Gutes für den Geist tun möchte, greift zu Badeessenzen mit Kräutern oder ätherischen Ölen. Die Palette reicht von Lavendel und Rosmarin, über Salbei bis hin zu Thymian. Lavendel werden beruhigende und entkrampfende Eigenschaften zugeschrieben, während Rosmarin den Geist belebt und gegen Durchblutungsstörungen wirkt. Thymian und Salbei gelten als Desinfektoren. Auch Erde und Salze werden als Badezusätze genutzt. Neben der Linderung von Hautreizungen verfügt Meersalz über entgiftende und entschlackende Eigenschaften. Als besonders hautpflegend gilt das Baden in Milch und Molke. Schon im alten Ägypten wurde für Kleopatra das Bad mit Eselsmilch angereichert. Milch besitzt den gleichen pH-Wert wie die Haut und unterstützt den Säureschutzmantel. Dadurch wird die Oberfläche der Haut weicher. Weitere Zugaben, wie Honig, Öl oder aromatische Essenzen runden das Badeerlebnis ab. Für die richtige Stimmung sorgen Kerzen, eine Tasse Tee und Musik. Das Badezimmer verwandelt sich somit in den persönlichen Wellness-Tempel.

Ferne Kulturen können dem Badeerlebnis zusätzliche Inspirationen liefern. Das Anliegen der japanischen Badekultur ist die Entspannung. Vor jedem Bad wird der Körper gereinigt, um das Wasser rein zu halten. Erst nach einer ausgiebigen äußerlichen Reinigung, kann die Ruhe in sogenannten Onsen genossen werden. Onsen ist die Bezeichnung für heiße Quellen, die in der japanischen Berglandschaft liegen. Auch öffentliche Bäder bieten dieses Badevergnügen. Der Badevorgang wird dabei stilvoll zelebriert, da er in aller Ausgiebigkeit stattfindet.

Im Hamam, dem türkischen Bad, wirken Aromen, Licht und die generierte Stimmung auf den Besucher. Dabei wird er als erstes in einen Raum geführt, dessen Temperatur auf die des Körpers erwärmt ist. Die Kuppel des Raums ist mit sternenförmigen Ausstanzungen versehen, durch die ein stimmungsvolles Licht ins Innere gelangt. Nach einer rituellen Waschung folgt der eigentliche körperliche und geistige Entspannungsprozess. In einem geheizten Raum sitzt der Besucher auf einem warmen Stein. Das verdampfende Wasser verwandelt den Raum in ein Dampfbad, das sowohl die Muskulatur als auch den Geist entspannt. Massagen unterstützen die Ausgeglichenheit.

Auch die isländische Badekultur ist auf Entspannung ausgerichtet. In „heitur potturs“, im Englischen „Hot Pots“ genannt, lassen sich die Besucher auf dem Wasser der heißen Quellen treiben. Damit das „Floating“ einwandfrei funktioniert, erhält jeder Badende eine gepolsterte Kappe sowie eine Art Schwimmflügel für die Oberschenkel. Da die Sonne über Island im Winter bereits am Nachmittag untergeht, ist ab dieser Tageszeit der Blick auf den Sternenhimmel frei. Lesungen oder Musik bereichern das isländische Badeerlebnis.

Die oben beschriebenen Badekulturen können mit etwas Kreativität auch in das heimische Badezimmer geholt werden. So ist sogar Vorfreude auf die dunklen, ungemütlichen Tage des Jahres möglich.